SonderveranstaltungenBetter Sex? | HIV-Diagnose und ihre Konsequenzen
Gedenktage im Kunstwerk: Welt-Aids-Tag
Sonntag1.12.201915 UhrMack-Pyramide

Better Sex?

HIV-Diagnose und ihre Konsequenzen

Ausstellung, Vortrag und Gespräch zum Welt-Aids-Tag 2019 von und mit Philipp Spiegel

Zum Welt-Aids-Tag 2019 werfen wir gemeinsam mit dem Künstler Philipp Spiegel einen sehr individuellen Blick auf den Themenbereich HIV und Heterosexualität. Gemäß dem Untertitel des Aktionsmottos 2019 „Streich die Vorurteile“ versucht der Künstler mit seinen Werken, den Vorurteilen seiner Umwelt auf mehreren Ebenen zu begegnen. Denn über die grundsätzliche Überprüfung der eigenen Denk- und Verhaltensweisen gegenüber HIV-Positiven hinaus muss wieder mehr Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass HIV nicht nur homosexuelle Menschen (be-)trifft.

16 Uhr Begrüßung durch den Intendanten der Monheimer Kulturwerke und Einführung
17 Uhr Vortrag von Philipp Spiegel und schließendes Gespräch zwischen dem Künstler und WDR-Moderatorin Lisa Kestel

Ausstellung „going viral“

Der Ausgangspunkt der Bildserie, die in einer Ausstellung 2018 erstmals der Öffentlichkeit präsentiert wurde, ist Philipp Spiegels Infektion mit HIV. Sein Status war damals nur seinen engsten Freunden und seiner Familie bekannt.

"Ich bin freischaffender Fotograf, Mitte 30, gehöre zur studierten Mittelschicht, wohne in einem Innenstadtbezirk, reise viel und gehe sonntags ins Museum. Und ich bin heterosexuell. Ich bin das ultimative HIV-Tabu. Die Tabuisierung, das Abdrängen des Themas an den Rand der gesellschaftlichen Wahrnehmung, ist Motor des Fotoprojektes und der Ausstellung.", sagt der Künstler selbst.

“going viral” dokumentiert Etappen der zwangsläufigen Suche nach seiner neuen Identität mittels Fotografie, Prosa und Poesie. Selbstportraits, Installationen mit persönlichen Objekten und Medikamenten sowie Frauenportraits spiegeln dabei unterschiedliche Kapitel seines früheren Lebens wider.

Mittlerweile hatte Philipp Spiegel sein „Coming out“. Als Autor und Künstler arbeitet er weiter unter seinem Pseudonym und als Fotograf  ist er unter seinem Geburtsnamen tätig.
Dieser Weg von der Diagnose bis zu einem offensiven und öffentlichen Umgang mit seiner HIV-Infektion, sowie die mit diesem Prozess verbundenen gesellschaftlichen Themen, werden Inhalt seines Vortrags und des Gesprächs am 1. Dezember 2019 sein. Das Gespräch wird WDR-Moderatorin Lisa Kestel führen.

Infos

Ausstellung: 2.-7. Dezember 2019, jeweils 17-19 Uhr

Foto: "Self Portrait I", Philipp Spiegel

Einzelkarten

Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.