Kita- & SchulprogrammIrgendwo ein Licht - Theater für Kitas | 5+
Ein Wintermärchen nach H.C. Andersen
Mittwoch2.12.202010 und 16 UhrVolkshochschule
Donnerstag3.12.202010 UhrVolkshochschule
FamilienprogrammIrgendwo ein Licht | 5+
Ein Wintermärchen nach H.C. Andersen
Mittwoch2.12.202010 und 16 UhrVolkshochschule
Donnerstag3.12.202010 UhrVolkshochschule

Willkommen

Liebe Kulturinteressierte,

dass wir nun ein gut gefülltes Programmheft der Monheimer Kulturwerke veröffentlichen können, schien vor wenigen Monaten noch ganz ungewiss – das Coronavirus hat auch das kulturelle Leben in der Stadt auf den Kopf gestellt.

Im März mussten zahlreiche Veranstaltungen von einem auf den anderen Tag abgesagt werden. Doch fast genauso kurzfristig stellten die Monheimer Kulturwerke ein Alternativprogramm auf die Beine: Unter dem Motto „Kultur trotz(t) Corona“ konnten kleine und große Kulturfans im eigenen Auto Theater, Konzerte und Kinofilme erleben. Innerhalb weniger Tage wurden der Parkplatz am Rheinstadion, die Baumberger Bürgerwiese und der Innenhof der künftigen Kulturraffinerie K714 in multifunktionale Spielorte verwandelt.

Die Auftaktveranstaltung mit der Kölner Band Kasalla war schnell ausverkauft.

Parallel waren die „Kulturwerke op Jück“ und besuchten Bewohnerinnen und Bewohner von Alters- oder Pflegeheimen mit Künstlerinnen und Künstler unterschiedlicher Genres. Die vielen positiven Rückmeldungen haben einmal mehr gezeigt, wie sehr die Kultur uns verbindet und wie kulturbegeistert zahlreiche Monheimerinnen und Monheimer sind.

Auch deshalb freue ich mich, dass es uns nun möglich ist, an 13 Spielorten wieder ein umfangreiches Kulturprogramm anbieten zu können. Es ist bereits das dritte Jahresprogramm der Monheimer Kulturwerke. Mit Rock und Pop, Comedy und Kabarett, Jazz und Klassik, Theater, verschiedenen Angeboten für Familien sowie vielen Sonderveranstaltungen präsentieren die Monheimer Kulturwerke zahlreiche ausgewählte Veranstaltungen. Unter den Künstlerinnen und Künstlern sind auch einige internationale Gäste, die für jeden Geschmack grenzenlos gute Unterhaltung bieten. So kommen im Herbst unter anderem die Pianistin Sophie Pacini, der Singer-Songwriter Albert Hammond, das Theater Distel und das Münchener Kammerorchester nach Monheim am Rhein. Gemäß des Grundsatzes, dass in der „Stadt für alle“ auch die Kultur für alle da ist, gibt es viele Veranstaltungen für Kitakinder, Schülerinnen und Schüler und Erwachsene – das Programm ist so bunt wie Monheim am Rhein.

Während das hochwertige Angebot stetig wächst, rückt auch der Umbau der früheren Shell-Halle in die moderne Veranstaltungshalle Kulturraffinerie K714 immer näher. In das Innere des Gebäudes wird ein hoher, rechteckiger Körper aus Glasbausteinen eingesetzt, der in den Abendstunden leuchten und am Tage das Sonnenlicht widerspiegeln soll. So entsteht ein „Großer Saal“, der durch unterschiedliche Bestuhlungsvarianten für verschiedene Veranstaltungen nutzbar sein wird. Die Bühne kann in ihrer Tiefe und Breite variabel angepasst werden – ein hochfahrbarer Orchestergraben inbegriffen.

Kleinere Veranstaltungen sollen im „Kleinen Saal“ stattfinden, der in ebenfalls altem Bestand entstehen wird, in der eigentlichen alten Fassabfüllhalle. Die Kulturraffinerie K714 wird damit für größere wie kleinere Veranstaltungen geeignet sein, etwa Rock-, Pop-, Klassik- und Symphonie-Konzerte mit ihren jeweils ganz unterschiedlichen Ansprüchen, für Theaterstücke, Musical-Aufführungen und Comedy-Events, aber auch Karnevalssitzungen, Schützenfeste sowie Abitur-Feiern. Mit der denkmalgeschützten Fassade behält das historische Gebäude seinen Industriecharme, während modernste Technik einzieht – und eine Gastronomie mit Rheinblick.

In die Planungen waren auch die Monheimerinnen und Monheimer intensiv eingebunden. Mittlerweile sind alle Beschlüsse für den Umbau auf den Weg gebracht, jetzt freuen wir uns auf die Umsetzung. Der Ausbau der Daimlerstraße für den zu erwartenden An- und Abreiseverkehr hat bereits begonnen.

Bis wir voraussichtlich im Jahr 2024 gemeinsam die Eröffnung feiern können, verspricht schon das vorliegende Programm spannende Veranstaltungen und aufregende Kulturerlebnisse. Ich danke allen, die an der Umsetzung beteiligt sind, und wünsche allen Besucherinnen und Besuchern unvergessliche Momente und vor allem viel Spaß!

Daniel Zimmermann
Bürgermeister der Stadt Monheim am Rhein

Liebes Publikum,

liebe Freundinnen und Freunde der Monheimer Kulturwerke,

voller Schwung und Elan haben wir über ein Jahr vor der Veröffentlichung dieses Spielzeitheftes 2020/2021 unsere Planungen aufgenommen. Zu Beginn standen für uns die intensive Weiterentwicklung unserer Sparten Theater, Musik, Comedy/Kabarett, Kino, die Sonderformate und unsere Kulturvermittlung im Fokus. Unser Anspruch, ein Monheimer Kulturprogramm für alle zu entwickeln, hat dabei ebenso eine Rolle gespielt, wie der Ansatz, dass wir Ihnen in allen Sparten unterhaltende, anregende, aber auch kontrovers zu diskutierende Programme anbieten wollen. Mir persönlich war es zudem wichtig, dass wir unsere Gesprächsrunden in der sogenannten Mack-Pyramide weiter zu den „Monheimer Gesprächen“ denken und dabei über den oft zitierten Tellerrand zu gesellschaftsrelevanten Themen blicken können.

Nach vielen Verhandlungen, Absprachen, Künstler-Einladungen und der Vorfreude auf die neue Spielzeit stand dann im Frühjahr kurz vor Redaktionsschluss auf einmal ein sehr fern wirkendes Thema sehr nah vor der eigenen Haustür: die Pandemie. „Corona“.

Die Ereignisse überschlugen sich und ich muss gestehen, eine gewisse Überrumpelung trat emotional auf, gefolgt von vielen nicht zu beantwortenden Fragen. Beruflich wie privat stand auf einmal alles Kopf. Die ganze Welt schien sich in wenigen Tagen so zu verändern, dass alles Gewohnte und Bekannte keine Gültigkeit mehr hatte. Die Kontaktverbote, sogar innerhalb von Familien, gingen einher mit dem Veranstaltungsverbot. Das gesamte kulturelle Leben kam im ersten Moment zum Erliegen.

Im Verlauf dieser Entwicklung ist dieses Vorwort so oft wie sein Drucklegungsschluss verändert worden. Mindestens fünf Mal. Die zweiwöchentlichen Neuerungen der Regierung haben unsere Veranstaltungsplanung, unseren Spielbetrieb und unsere Zusammenarbeit im Team beeinflusst wie nie zuvor. Der eigentlich notwendige Planungshorizont war dahin.

Nach unserem Veranstaltungsverbot haben wir parallel zur Absage des noch laufenden Spielplans kurzfristig einen Online-Spielplan mit allen Sparten aufgestellt. Da ausgerechnet das Auto in Zeiten des Kontaktverbots eine Art persönlichen Schutzraum darstellte, lag schnell die Idee auf der Hand, Veranstaltungen vor Automobilen zu präsentieren. Und so war unsere Reihe „Kultur trotz(t) Corona“ geboren, die wir bewusst mit lokalen Partnerinnen und Partnern gestaltet haben.

Im Bereich der Klassik, des Theaters und des Jazz waren wir mit unserem Format Pioniere, was dazu führte, dass in den Medien deutschlandweit anerkennend über die Kulturwerke und Monheim am Rhein berichtet wurde.

Die Resonanz aus der Künstlerschaft war überwältigend und so war es für alle Beteiligte dieser Lichtblick, den man in schwierigen Zeiten braucht.

Bei allem Leid, bei allen Schwierigkeiten und Zweifeln, die die Pandemie in uns noch immer hervorrufen mag, hat sie auch Chancen aufgezeigt: Mit Zuversicht und Mut gibt es immer einen Weg. Und diese Einsicht gilt auch für das nun vorliegende Monheimer Kulturprogramm 2020/2021: Trotz aller Ungewissheit, was noch kommen mag, haben wir uns entschieden, Ihnen das komplett geplante Programm nicht vorzuenthalten, sondern in seiner Gesamtheit zu präsentieren, zumal viele Inhalte die Themen der Gegenwart aufgreifen.

Wir planen im Moment intensiv die Umsetzung der Veranstaltungen, nicht nur nach den jeweils geltenden „Corona-Regeln“, sondern auch mit der Verpflichtung, uns allen Kultur möglichst sicher zu ermöglichen. Das gilt für die Bereiche vor, auf und hinter der Bühne. So, wie wir unseren Kulturalltag kannten, wird dieser voraussichtlich nicht so schnell wieder zurückkehren.

Aber mit etwas Spontaneität, Kreativität und Zuversicht wird es uns allen gelingen, ein besonderes Kulturprogramm zu erleben.

Ich empfehle Ihnen sehr, sich bei unserem Newsletter anzumelden, um immer auf dem neuesten Stand zu sein. Nähere Informationen zur Umsetzung der Veranstaltungen finden Sie hier.

Einen besonderen Dank möchte ich an dieser Stelle an die Stadt Monheim am Rhein, vertreten durch den Bürgermeister und den Stadtrat, aussprechen. Nur durch die intensive Unterstützung in ideeller und finanzieller Hinsicht und mit demselben Mut und der Zuversicht ist dieser Spielplan überhaupt realisierbar. Danke! Auch meinen engagierten Kulturwerkenden gilt ein großes Dankeschön, denn diese Zeiten sind mehr als außergewöhnlich.

Ich freue mich sehr, wenn wir uns im zweiten Geburtsjahr der Kulturwerke in einem unserer 13 Spielorte wiedersehen und die Herausforderungen gemeinsam meistern.

Ihr
Martin Witkowski
Intendant und Geschäftsführer Monheimer Kulturwerke